Grunderwerbsteuer
19.500 €
6,5 % von 300.000 €. Wird in deinem Browser berechnet.
Wer in Deutschland eine Immobilie kauft, zahlt Grunderwerbsteuer. Sie ist meist der größte Teil der Kaufnebenkosten. Wie hoch sie ist, hängt allein vom Bundesland ab, in dem die Immobilie liegt. Dein Wohnort spielt keine Rolle.
Steuersätze aller 16 Bundesländer
Stand 31.10.2026. In der letzten Spalte steht als Beispiel die Steuer für einen Kaufpreis von 300.000 Euro.
| Bundesland | Steuersatz | Bei 300.000 € |
|---|---|---|
| Bayern | 3,5 % | 10.500 € |
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 15.000 € |
| Niedersachsen | 5,0 % | 15.000 € |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 15.000 € |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % | 15.000 € |
| Thüringen | 5,0 % | 15.000 € |
| Bremen | 5,5 % | 16.500 € |
| Hamburg | 5,5 % | 16.500 € |
| Sachsen | 5,5 % | 16.500 € |
| Berlin | 6,0 % | 18.000 € |
| Hessen | 6,0 % | 18.000 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % | 18.000 € |
| Brandenburg | 6,5 % | 19.500 € |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 19.500 € |
| Saarland | 6,5 % | 19.500 € |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 19.500 € |
Letzte Änderungen
- Bremen: von 5,0 auf 5,5 Prozent seit 1. Juli 2025
- Thüringen: von 6,5 auf 5,0 Prozent seit 1. Januar 2024
- Sachsen: von 3,5 auf 5,5 Prozent seit 1. Januar 2023
- Hamburg: von 4,5 auf 5,5 Prozent seit 1. Januar 2023
Maßgeblich ist der Steuersatz am Tag, an dem der Kaufvertrag beim Notar unterschrieben wird.
So wird die Grunderwerbsteuer berechnet
Grunderwerbsteuer = Kaufpreis × Steuersatz des Bundeslands
Grundlage ist der Kaufpreis im notariellen Vertrag. Bei einer Eigentumswohnung gehört dein Anteil an der Erhaltungsrücklage der Eigentümergemeinschaft dazu und wird nicht abgezogen. Das hat der Bundesfinanzhof 2020 entschieden.
Nicht zur Grundlage gehören bewegliche Gegenstände, die mitverkauft und im Vertrag mit einem eigenen, realistischen Preis aufgeführt werden. Typisch sind eine Einbauküche, Markisen oder eine Sauna. Ist der Preis dafür zu hoch angesetzt, kann das Finanzamt ihn kürzen.
Wann du die Grunderwerbsteuer zahlst
- Du unterschreibst den Kaufvertrag beim Notar.
- Der Notar meldet den Kauf dem Finanzamt.
- Das Finanzamt schickt dir den Steuerbescheid. Die Steuer ist einen Monat nach Bekanntgabe fällig.
- Nach der Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus und schickt sie in der Regel an den Notar.
- Erst dann darf das Grundbuchamt dich als Eigentümer eintragen.
Wer die Steuer zahlt, regelt der Kaufvertrag. Üblich ist, dass der Käufer sie übernimmt.
Wann keine Grunderwerbsteuer anfällt
Das Grunderwerbsteuergesetz nennt Ausnahmen. Für Käufer am häufigsten relevant:
- Kaufpreis bis 2.500 Euro, etwa für einen Stellplatz oder ein kleines Grundstücksstück
- Kauf unter Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern
- Kauf von Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten in gerader Linie
- Erwerb durch Erbschaft oder Schenkung (dafür gelten die Regeln der Erbschaft- und Schenkungsteuer)
Ob eine Ausnahme auf deinen Fall passt, klärt der Notar oder eine Steuerberatung.
Häufige Fragen
Wo ist die Grunderwerbsteuer am niedrigsten? In Bayern mit 3,5 Prozent. Am höchsten ist sie mit 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein.
Gilt der Steuersatz meines Wohnorts oder der der Immobilie? Der Satz des Bundeslands, in dem die Immobilie liegt.
Kann ich die Grunderwerbsteuer finanzieren? Sie gehört zu den Kaufnebenkosten, die Banken meist nicht mitfinanzieren. Plane sie aus Eigenkapital ein.
Was passiert, wenn ich die Steuer zu spät zahle? Das Finanzamt kann Säumniszuschläge verlangen, und die Eintragung ins Grundbuch verzögert sich, weil die Unbedenklichkeitsbescheinigung fehlt.
Ist die Grunderwerbsteuer steuerlich absetzbar? Bei selbst genutzten Immobilien in der Regel nicht. Bei Vermietung gehört sie zu den Anschaffungskosten und wird mit dem Gebäudeanteil abgeschrieben. Die Einzelheiten klärst du mit einer Steuerberatung.
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 31.10.2026. Die Länder können ihre Steuersätze ändern. Vitrimo ist keine Steuerberatung.
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